Geschichte des Feldberger Hofs
 
 

Geschichte des Feldberger Hofs

 
         
  Seine erste urkundliche Erwähnung fand der Feldberg im Jahre 983 nach Christus, als er noch „Veltberch“ hieß. Ins Hochdeutsche übersetzt bedeutet dies „kahler Berg“ - und als solcher wurde er seinerzeit fast ausschließlich als Weidegebiet genutzt. Geschichtsforscher sind sich darüber einig, dass das Jahr1859 als Geburtsjahr des Tourismus auf dem Feldberg bezeichnet werden kann, denn anlässlich der Hochzeit des badischen Großherzogs Friedrich I. mit Prinzessin Luise, Tochter des deutschen Kaisers Wilhelm I., wurde der Friedrich-Luisen-Turm auf dem Feldberg eingeweiht.

Vier Jahre später, 1863, gründeten 20 Bürger der Nachbargemeinde Menzenschwand eine Aktiengesellschaft, mit dem Ziel, auf dem Feldberg ein Hotel bzw. Kurhaus zu errichten, den heutigen „Feldberger Hof“, der knapp ein Jahr später am 20. Juni 1864 eröffnet wurde. Zu dieser Zeit bestand das Hotel aus 18 Fremdenzimmern mit insgesamt 20 Betten, einem Wirtsraum und einem Speisesaal.

Die damals noch schlechten Straßenverhältnisse verhinderten jeglichen Tagestourismus. Daraus resultierend führte der erste Pächter, Augustin Mayer, den Feldberger Hof lediglich 3 Jahre. Auch der zweite Pächter, R. Beckert, hielt den Geschäftsbetrieb nur bis 1876 aufrecht. Im Jahre 1879 übernahm dann der gebürtige Freiburger Carl Mayer das Hotel zur Pacht. Nach dem Tod seiner Frau 1881 führte er das Hotel zusammen mit seiner Schwester Franziska „Fanny“ Mayer, die unter dem Namen „Feldberg-Mutter“ bekannt wurde, weiter, bevor die Geschwister Mayer das Hotel 1884 schließlich kauften.

1885 brachte die Fertigstellung der neuen Feldberg-Straße dem Hotel den erwünschten Aufschwung, so dass der Feldberger Hof noch im selben Jahr erweitert wurde. Die Zimmeranzahl wuchs um insgesamt 26 Zimmer und auch der vorhandene Wirtssaal wurde vergrößert und mit Darstellungen der Freiburger Maler Luz und Weber geschmückt.

Das Jahr 1891 gilt als das Geburtsjahr des deutschen Skisports. Zu jener Zeit bestieg der Franzose Dr. Pilet, der Namensgeber der Straße des Feldberger Hofs, als erster Mensch den Feldberg mit nordischen Ski. Noch im November des gleichen Jahres gründet der Rheinländer Fritz Breuer zusammen mit Oskar Faller, Carl Schlimbach, Karl Thoma II und III und Rudolf Thoma den ersten deutschen Skiclub - den Skiclub Todnau.

Zur selben Zeit wurde die Südostseite des Hotels um einen großen Saal erweitert. 1894/95 folgten neue Ökonomiegebäude, sowie ein großer dreistöckiger Mittelbau mit 70 Betten in 40 weiteren Zimmern.

Das Bismarck-Denkmal, ein12 Meter hoher Granitobelisk mit Bronze-Relief zum Gedenken an den „Eisernen Kanzler“, wurde 1896 auf dem Gipfel des Feldbergs eingeweiht.

Die durch den neuen Trendsport Skifahren innerhalb kürzester Zeit wachsende Popularität des Feldbergs machte 1904/05 einen erneuten Hotelanbau notwendig. Nach der neuerlichen Erweiterung verfügte das Hotel damit über 135 Zimmer mit 230 Betten. Darüber hinaus wurden ein Speisesaal mit 500 Sitzplätzen und die noch heute bestehende Hebelstube mit wunderschönen Wandbildern des Dichters Johann Peter Hebel eingerichtet.

Nach einen weiteren Anbau im Jahre 1910 verfügte der Feldberger Hof schließlich über insgesamt 300 Betten.
Die anstrengenden und Kräfte zehrenden Erweiterungen und Modernisierungen forderten ihren Tribut, so entschloss sich der mittlerweile gealterte und geschwächte Hotelier Carl Mayer, den Hotelbetrieb an seinen Sohn zu übergeben. Der Feldberger Hof wurde darauf hin an den Sohn Oskar Mayer und den befreundeten Hotelier Albert Schladerer aus Staufen (bekannt für Schwarzwälder Spirituosen-Spezialitäten) verkauft.

Die neuen Eigentümer errichteten1936 den Feldberger Hof von Grund auf neu und wendeten hierbei die damals hochmoderne Bauweise des Eisenbeton-Skeletts an, wie man sie auch heute noch größtenteils vorfindet.

Nach dem 2. Weltkrieg führte Veronika Wiedemann, die Tochter von Oskar Mayer das Hotel weiter, bis sich die Familien Mayer und Schladerer im Herbst 1971 entschlossen, den Feldberger Hof an die Gebrüder Reich aus der Nachbargemeinde Lenzkirch zu verkaufen.

1973 begannen die Gebrüder Lenz mit dem Umbau des Feldberger Hofs zum Sporthotel. In mehreren Bauabschnitten wurde dabei zuerst der Mitteltrakt renoviert, anschließend der Westflügel abgerissen und an seine Stelle ein komplett neuer Flügel mit 28 Ferienwohnungen gebaut. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen entstanden auch die Tiefgarage mit 150 Stellplätzen, eine Ladenzeile mit Imbiss, Kegelbahnen, eine Bierstube, ein Souvenirgeschäft, ein Skiverleih und ein Supermarkt.

Nach der Fertigstellung im Dezember 1978 hatte der Feldberger Hof nunmehr eine Kapazität von bis zu 300 Hotelgästen. Die letzte bauliche Veränderung der Gebrüder Reich stellte schließlich das Badeparadies mit Sauna, Solarien und großem Hallenbad dar.

Im Oktober 1993 verkaufte Emil Reich das Hotel an die Familie Denise und Thomas Banhardt, die seither kontinuierlich an der Verbesserung des Angebotes und des Komforts im Feldberger Hof arbeiten.

Seit der Übernahme durch die Familie Banhardt entstanden das Bergdörfli „Silva Nigra“, das Kinderparadies „Villa Wuschel“ und der „Wintergarten“ neu. Darüber hinaus wurden die Empfangshalle inklusive der „Georg-Thoma-Bar“, die „Hebelstube“, die Kegelbahnen sowie der Imbiss renoviert und modernisiert. Die Familie Banhart investierte insgesamt über 10 Millionen Euro allein in die Umbau- und Renovierungsarbeiten.

Ebenfalls neu entstand außerdem ein Trakt mit 27 neuen Appartements, einer Squash-, Fußball- und Badmintonhalle, einem Fitnesscenter, einer Minigolf-Anlage, einem Fun-Park mit Kletterwand und einer 50 m langen Riesenrutsche im Schwimmbadbereich.

Seit 1998 ist der Feldberger Hof Mitglied der Hotelkooperation „Familotel“ und wurde während der über 10-jährigen Mitgliedschaft mit der 5-Kronen-Auszeichnung für höchste Familienkompetenz ausgezeichnet.

Im Jahr 2003 entstanden für die Gäste eine Wellness-Insel zum ausgiebigen Relaxen und Entspannen, sowie eine Verglasung der Hotelfront, um einen noch besseren und komfortableren Wohnraum zum Wohl der Gäste zu schaffen.

Im Dezember 2009 wurde das neue Kinderspielparadies „Happy’s Kinderland“ mit ca. 330 m² Spielfläche auf zwei Etagen eröffnet.

Historische Ansichtskarte

 

Gruss vom Feldberg


Alte Karte


Historisches Gebäude